Sonntag, 30. September 2012

Angekommen

Also, ich bin gestern gut in Buenos Aires angekommen. Mein Flug ging ja über Sao Paulo, wo ich drei Stunden Aufenthalt hatte, sodass ich dann Samstag um 11:30 hier in Buenos Aires gelandet bin. Ich wurde von meinem Mitfreiwilligen (einem Freiburger) und dem verbliebenen Freiwilligen des letzten Jahres abgeholt. Diesen hab ich dann sage und schreibe 5 Minuten kennenlernen dürfen, da sein Flug nach Deutschland kurz später am Samstagmittag ging. Wir sind dann mit dem Taxi zu unserem Hüttchen hier gefahren. Eine einstündige Fahrt durch endlose Vorstädte und Betonwüsten, aber so bekam man schonmal ein gutes Bild von der Größe der Stadt.
Nach einer halben Stunde in unserer Hütte ging es dann wieder los, wieder eine Stunde durch die Vorstädte, diesmal auch durch eine ganze Reihe von äußerst ärmlichen Slum-Gegenden mit großen Müllkippen daneben. Ziel war die Farm La Choza wo fünf weitere Freiwillige unserer Organisation ihr Jahr verbringen und wo das Frühlingsfest gefeiert wurde, eine der typischen Waldorfveranstaltung mit entsprechend vielen deutschsprechenden Menschen. Die Farm, unter anderem Lieferan der örtlichen Weleda, liegt weit außerhalb von Buenos Aires an einer Landstraße in der wortwörtlichen Pampa. An sich wunderschön und bestimmt auch ein super Ort um ein Jahr zu verbringen, aber dermaßen abgelegen (ohne Taxi kaum zu erreichen), dass man vom argentinischen Leben und der Stadt nur wenig mitbekommt.
Heute morgen dann wieder zurück, was hieß knappe drei Stunden Bus bis in die Stadt und dann weitere andertalb zu uns raus. Das Problem, welches jede Fahrt hier in die Länge zieht, sind die Busse, welche nach Lust und Laune kommen, man sich also, wie bei uns heute der Fall, gerne mal eine Stunde an die Haltestelle stellen muss, bevor überhaupt ein Bus vorbeikommt. Bei diesen ist dann auch noch ein sehr ausgefallenes System, welches einem die Weiterfahrt erschwert: die 800 Buslinien hier in Buenos Aires haben auch noch eine interne Einteilung, sodass nur jeder ca. 8. Bus überhaupt in die gewollte Richtung fährt und man so nie weis, welchen Bus man nehmen muss.
Im späten Nachmittag heute konnte ich dann erst meine Sachen auspacken, in einer Wohnung, die in den letzten Monaten sehr runtergewohnt worden war und daher gerade fast drei Stunden lang in gemeinsamer Arbeit geputzt und aufgeräumt werden musste.
Wir wohnen am Rand des Schulgeländes der Waldorfschule an einer ruhigen Straße nahe der Panamerika im Norden von Buenos Aires. Morgen soll ich dann vor der Schule vorgestellt werden bevor wir mit der für uns zuständigen Lehrerin anscheinend in eine Tankstelle essen gehen werden;-)
Güße aus Buenos Aires
David

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen