Am Sonntag war ich mit drei weiteren Freiwillige, welche nach der Geburtstagsfeier einer Freundin am Samstag bei uns übernachtet haben in der Innenstadt und wir wollten uns das moderne Hafenviertel Puerto Madero und das dahinterliegende Naturschutzgebiet anschauen. Leider fiel unser Zug aus, da jemand kurz zuvor darunter geraten war, sodass wir auf Busse umsteigen mussten. Eigentlich ist es kein Wunder, dass hier so etwas passiert, wo alle Türen der Züge stehts offen stehen und Leute auf den Stufen davor sitzen.
Jedenfalls haben wir uns in Richtung Puerto Madero aufgemacht, welcher direkt an die Innenstadt angrenzt, aber ein fast gegensätzliches Bild aufweist als der Rest der Stadt. Während die Innenstadt eng, voll, laut, dreckig und wenig grün ist (ohne das jetzt negativ zu bewerten, es ist denke ich halt einfach südamerikanisch), ist Puerto Madero weit, modern, clean und grün. Man kann den Stadtteil ein wenig mit der Speicherstadt in Hamburg vergleichen: ein ehemals hässliches Hafenviertel, was in den letzten Jahren durch moderne Bauten veredelt wurde. Mittenhindurch durch den Stadtteil geht ein Kanal, welcher die Insel auf der Puerto Madero liegt vollständig vom Festland trennt. Dahinter liegt ein großes Naturschutzgebiet, welches am Wochenende Ausflugsziel für tausende Porteños (Bewohner von Buenos Aires) ist. Auf der Insel fühlt man sich auf jeden Fall, wie in einer anderen Stadt, obwohl man nur 500 Meter vom Plaza de Mayo entfernt ist. Hier erkennt man auch das weltstädtische, welches einem in den engen Straßen von Buenos Aires sonst nicht so auffällt. Bilder gibt es weiter unten.
Mitte dieser Woche sollte ich dann eigentlich mit der 7. Klasse der Schule auf Klassenfahrt gehen, leider hat es die Tage vorher zu stark geregnet, sodass das Ziel der Fahrt, ein schuleigenes Stück Land in der Pampa, über die unbefestigten Straßen nicht mehr zu erreichen war. Wahrscheinlich wird die Fahrt aber in zwei Wochen nachgeholt, sodass ich dann mitkann.
Außerdem kann ich berichten, dass wir seit zwei Tagen keinen Strom mehr haben. Leider sind die Sicherungen des Hauses dermaßen alt, dass sie nichtmehr produziert werden, sind aber so angebracht, dass sie bei starkregen Regen nass werden und kapputt gehen. Die Stromgesellschaft, die eigentlich nach 3 Stunden kommen und neue Sicherungen mitbringen wollte, ist leider immernoch nicht gekommen und ist nur immer "auf dem Weg und gleich da" wenn man sie anruft. Wir haben jetzt ein Kabel aus der Schule zu uns rüberliegen, können aber leider neben dem Kühlschrank nur begrenzt Geräte anschließen, da es sonst die Steckleiste überlastet. Aber wie ihr seht, komme ich noch ins Internet, allzu schlecht ergeht es uns also auch nicht;-)
In den nächsten Tagen werde ich mir dann mal Zeit nehmen, etwas mehr über die Arbeit und meine Arbeitstage zu schreiben. Hier hört sich ja alles noch nach Tourileben an, obwohl ich eigentlich 5 1/2 Tage die Woche arbeite...
Grüße aus Buenos Aires
David
| Die Plaza de Mayo |
| Blick auf den Obelisken |
| Innenstadt |
| Puerto Madero |
| Aha, eine Naturschutzgebiet also. Müllentsorgungsgesellschaft Rio de la Plata |
| deutsche Ingenieurskunst in Argentinien |
| Puerto Madero |
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